Otto Möckel, ca 1930 Berlin

  • Gebaut von: Otto Möckel
  • Herkunft: Berlin
  • Gebaut: ca 1930
  • Bodenlänge: 356mm
Diese schöne Geige ist ein interessantes Beispiel aus der berühmten Berliner Werkstatt des Otto Möckels.
Möckel hat viel experimentiert, und viele Sachen ausprobiert, so auch verschiedene Hölzer. Bei dieser Geige hat der die Zargen und auch die Schnecke aus sehr attraktivem Holz der Platane gefertigt, welches im perfekten Spiegelschnitt eine sehr schöne Maserung zeigt, so wie es hier verwendet wird. Die Decke ist aus feinjähriger Fichte, der zweiteilige Boden aus feinjährigem, glatten Ahorn. Der goldbraune Lack verleiht der Geige ein sehr ansprechendes Äusseres.
Die Geige ist nach einem Andrea Guarneri Modell gefertigt, eine Reproduktion eines Zettels mit dieser Aufschrift ist im Inneren zu finden.
Klanglich eignet sich dieses Instrument mit seinem ausgewogenen warmen Klang gut für Schüler und ambitionierte Amateure geeignet.

Otto Möckel

Otto Möckel (* 10. Mai 1869 in Berlin; † 23. Januar 1937 in Berlin) war ein deutscher Geigenbauer.
Otto Möckel war zusammen mit seinem Bruder Max Möckel Schüler seines Vaters Oswald Möckel und galt als einer der bedeutendsten Berliner Geigenbauer und -gutachter der Jahrhundertwende und danach.
1930 verfasste er ein vielbeachtetes Standardwerk über den Geigenbau, das auch heute noch nach zahlreichen Auflagen und Modernisierungen erhältlich ist.
Möckel beschrieb erstmals das Verfahren, Wölbungen von Decke und Boden mit Hilfe von Isohypsen zu kopieren. Vorher wurden dazu Wölbungsschablonen an definierten Stellen angesetzt und das Holz so lange abgeglichen, bis die Wölbung erreicht war. Das neue Verfahren mit Isohypsen ist genauer, und man erkennt bildlich eventuelle Unregelmäßigkeiten im Wölbungsverlauf.

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